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Pfadi Önzige integriert

Ein erfolgreiches Projekt aus dem Jahr 2019 soll dieses Jahr noch einmal durchgeführt werden:

Jeden Samstag Nachmittag treffen sich abenteuerlustige, kreative, energiegeladene Kinder in der Pfadi, um gemeinsam eine tolle Zeit zu verbringen. Von Groß bis Klein, still bis laut, träumerisch bis konzentriert, alle sind dabei.

Doch was ist mit den Kindern ohne Schweizer Pass oder ohne Aufenthaltsbewilligung?

Sollen sie nicht auch eine unbeschwerte Zeit, zusammen mit anderen Kindern draußen in der Natur verbringen dürfen?

Wir haben uns entschlossen, ihnen genau dies zu ermöglichen. Also planten wir eine Pfadiaktivität in Oensingen in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Asylsuchende Oberbuchsiten.

Es sollte ein normaler Pfaditag werden. Ohne spezielles oder außergewöhnliches Programm. Denn unser Fokus lag ganz darauf, dass sich die Flüchtlingskinder und unsere Pfadikinder natürlich kennenlernen. Wir machten die Pfadikinder bewusst nicht darauf aufmerksam, dass wir an jenem Samstag geflüchtete Kinder einladen. Bei uns spielt es nämlich keine Rolle, aus welchen Verhältnissen oder aus welchem Land man stammt. Ganz egal, wie man aussieht, geschweige denn welche Sprache man spricht. Wir sind alles Menschen: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die zusammen lernen und sich austoben wollen. Eine Beziehung zur Natur und unseren Mitmenschen aufbauen und pflegen möchten.

In Absprache mit dem Zentrum für Asylsuchende, konnten zehn Flüchtlingskinder einen Samstag lang Pfadiluft schnuppern. Die Aktivität fand mit der ganzen Abteilung statt.

Wir versammelten uns am 14. September 2019 bei uns im Pfadiheim. Nach kurzer Zeit sind wir auf einen verwirrten Koch gestossen, der verzweifelt nach einer Fussballmannschaft suchte. Er bekoche nur Fussballspieler und diese hätten eigentlich hier sein sollen. Wir konnten ihm klar machen, dass wir auch Fussball spielen können. Wir bewiesen ihm dies durch ein kleines Fussballturnier. Nach jedem erzielten Tor, erhielten wir Zutaten für das leckere Essen. Schlussendlich konnten wir sämtliche Zutaten für ein Ratatouille und Schoggicréme mit Früchten erspielen. Nun machten wir uns ans Zubereiten des Mittagessens. Alle Kinder halfen tatkräftig mit. Ein Teil der Gruppe kümmerte sich in der Zwischenzeit um das Feuer und begann mit dem Kochen. Nachdem unser französische Gastkoch noch alles abgeschmeckt hatte, konnten wir mit dem Essen beginnen. Natürlich durfte ein klassisches Pfadiessenslied nicht fehlen. Das Ratatouille war herrlich und die Schoggicréme mit Früchten das Sahnehäubchen!

Als alle gesättigt waren, begannen wir miteinander mit den Aufräumarbeiten und konnten so zügig alles wieder sauber machen.

Die restliche Zeit verbrachten wir mit Pfadispielen und so ging die Zeit im Fluge vorbei. Unser lieber Gastkoch verabschiedete sich mit den Worten „das war ein grossartiger Nachmittag“.

Wir zogen ein tolles Fazit aus dem Tag. Es gab herzerwärmende Situationen, welche wir gar nicht erwartet haben. Es war schön zu sehen, wie die Pfadikinder und die Flüchtlingskinder einander unvoreingenommen halfen. Alle Beteiligten gingen am Abend glücklich nach Hause. Da dieses Projekt so ein grossartiger Erfolg war, wollen wir das Projekt weiterverfolgen und in Zukunft ausbauen.

Gepostet von Selina Hänni

Luusmeitschi Soletta

Kinder- und Jugendzirkus: “Auf dem Schrottplatz”